Soziale Überweisung
Wir bringen die Soziale Überweisung nach Berlin.
Gemeinsam mit der Santor Stiftung entwickeln wir ein neues Modell gegen Einsamkeit im Alter. Das Ziel: Ärzt:innen, Apotheken und soziale Einrichtungen vermitteln Menschen unkompliziert an passende soziale Angebote direkt im Kiez – persönlich, niedrigschwellig und wohnortnah.
Die Herausforderung
Mehr als die Hälfte der Menschen über 60 in Deutschland fühlt sich einsam.
Das zeigt unter anderem der Einsamkeitsreport 2024 der Techniker Krankenkasse. Eingeschränkte Mobilität, fehlende Angehörige oder ein geringes Einkommen erschweren für viele ältere Menschen die soziale Teilhabe und verstärken ihre Belastung durch Einsamkeit. Zusätzlich beeinträchtigen oft chronische Schmerzen oder Krankheiten ihr gesundheitliches Wohlbefinden. Das Problem: Im Praxis-Alltag von Haus- und Fachärzt:innen können phsychosoziale Faktoren meist nicht ausreichend adressiert werden.
Ein Gegenmittel
Ein Lösungsansatz für diese Problematik ist das soziale Rezept, das sich in Großbritannien als „Social Prescribing“ bereits seit den Neunzigerjahren erfolgreich etabliert: Ärzt:innen verschreiben zusätzlich zur medizinischen Versorgung auch soziale Aktivitäten und fördern so das ganzheitliche Wohlbefinden ihrer Patient:innen. Mit unserem Pilotprojekt Soziale Überweisung bringen wir diesen Ansatz gemeinsam mit der Santor Stiftung nach Berlin und wirken Alterseinsamkeit in der Hauptstadt entgegen:
Unser Pilotprojekt
Berliner Hausärzt:innen, Facharztpraxen und Apotheken verweisen von Einsamkeit betroffene Menschen ab 60 an uns. In einem ausführlichen Vermittlungsgespräch besprechen wir anschließend die Wünsche, Bedarfe und Interessen der jeweiligen Person und finden gemeinsam ein passendes soziales Angebot. Dafür kooperieren wir mit sozialen Einrichtungen direkt im Kiez. Auch nach der Vermittlung des Angebots bleiben wir mit den Klient:innen in Kontakt und stellen dadurch die Wirksamkeit des Angebots sicher.
Mehr über unser Projektvorhaben und die Forschungslage zu Social Prescribing gibt es in unserem Evidenzpapier zu lesen: